300 Die RSS Dragon auf
ihrem Weg durchs Sonsyst

Systrav

Raumfahrttechniken zur Erschließung des Sonsyst

Die Techniken, mittels Raumschiffen Reisen durch das Sonsyst zu unternehmen, sind die edlen Abkömmlinge jener frühen pyrotechnischen Versuche, mit denen erfolgreich erste Raketenstarts durchgeführt wurden.
Seit den 1920er Jahren hat sich selbstverständlich nicht nur bei den Antriebstechniken viel getan, auch der Bau jener Raketen wurde revolutioniert, so das im zivilen Bereich zunächst sichere und später sogar komfortable Reisen mit Geschwindigkeiten von heute bis zu Sm 40/Stunde außerhalb der Erdatmosphäre möglich wurden.

Angesichts der Fülle der beteiligten Techniken, denen wiederum jahrzehntelange Forschungen vieler Wissenschaftsdisziplinen zugrunde liegen, kann hier allenfalls ein grober Abriß gegeben werden.
Zentrale Bereiche der Systrav sind Maschinenkunde - mit allen damit zusammenhängenden Problemstellungen wie Treibstoffe, sichere Lagerung derselben etc. -, Steuerung und Lebenserhaltungssysteme. Aus vielen Bereichen bildeten sich eigene Disziplinen wie etwa Terform, das in seiner Wurzel ebenso auf die Forschungen zur Schaffung einer lebensfreundlichen Umwelt in begrenzten Räumen zurückgeht wie Hiseq.
Auch die inzwischen überall im Sonsyst zu findenden Orstas verdanken ihre Existenz den Erkenntnissen, die für den Bau der Raumschiffe erforderlich waren bzw. bei ihm gewonnen wurden, abgesehen von der aufwendigeren Antriebstechnik, über die Raumschiffe selbstverständlich verfügen.

Wie wir alle wissen, sind die schon zu Beginn des Aufbruchs der Menschheit in den Raum auftretenden Probleme der Maschinenkunde und Antriebstechniken bis heute nur zum Teil zufriedenstellend gelöst. Durch die noch immer nicht erfolgreiche Suche nach der Prima Materia des Raumflugs, dem Treibstoff, der schon in geringen Mengen für größere Beschleunigungen und somit die Bewältigung weiterer Strecken in kürzerer Zeit sorgen kann, ist die Menschheit noch immer an das Sonsyst gebunden, so wie wir vor zwei Jahrhunderten noch an die Erde gebunden waren und allenfalls in Zukunftsromanen von dem Besuch des Mondes oder anderer Planeten gesponnen werden konnte.
Wollen wir hoffen, daß in weiteren zweihundert Jahren unsere Urenkel unsere heutigen Phantasien ebenso belächeln werden, wie wir heute die unserer Vorväter.

Prof.Dr.Karl Justus von Lippstett zu Essenhang
Rektor der Fachschule für Ingenieurwesen, Hannover
Dozent im Fachbereich Antriebstechniken


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letzte Änderung am 17.03.2007.