1283 Die RSS Dragon auf
ihrem Weg durchs Sonsyst

Rundreise

Weltenbastlerkritiken an dieser Seite

Der Weltenbastler-Webring unternimmt regelmäßige inhaltliche Überprüfungen der Seiten. Gewöhnlich sind es die Admins und ihre Helfer, diesmal jedoch wurden alle Webring-Mitglieder eingeladen, alle drei Wochen eine neue Seite zu besuchen und im Forum ihre Eindrücke niederzulegen.
Vom 1. bis 22. Februar 2003 wurde meine Weltenbastel-Seite bereist und ich muß sagen, daß ich sehr erstaunt aber vor allem auch hoch erfreut über die Kommentare war. Natürlich wollte ich sie unbedingt auch den Besuchern dieser Seite zur Verfügung stellen, und hier kommen sie nun, soweit mir die Verfasser der Kritiken ihr Einverständnis gaben.

Bis auf weiteres ist der gesamte Thread übrigends im Weltenbastler-Forum zu lesen.

Aeyolscaer | Snapshot | Jerron | KeyKeeper | Martin "vi"
Nörnchen | pH | Teria | The Dragon Emperor | VoyaGeo | Yaghish | Yerho

Teria (Rabenzeit) schrieb am 6.2.:

Aus dem Tagebuch des Reisenden Raben.

Der Weltraum! Unendliche Weiten! Ich fliege durch Galaxien, die noch nie ein Rabe gese--- HAAA!!!! Wo kommt das Raumschiff her? Das spießt einen ja glatt auf!

Ich lasse mich auf einem zweiten Raumschiff nieder, das gerade vorbeirast, und ordne meine Federn. So was. Das ist ja echt bewohnt hier. Ich spähe durch ein Bullauge und sehe einen Menschen, der eine Maschine anguckt und dabei redet. Einmal würfeln auf Intelligenz + Technik: aHA! Das ist ein Funkgerät!

Raumschiffe haben keine Luftlöcher, durch die ein Rabe einfach mal so reinschlüpfen kann, aber das ignoriere ich jetzt mal und schlüpfe trotzdem rein, um mich umzusehen.

Echt lustig. Ein bißchen komme ich mir vor wie in einem Raumschiff von Jules Verne oder aus einer DDR-Fernsehserie der 60er Jahre. Das soll wohl auch so sein - die Bilder der Crew zB scheinen direkt aus den Zeiten der Daguerretypie zu stammen. Die merkwürdigen, sperrigen Abkürzungen des "Newsprec" schaffen eine ganz andere Stimmung als irgendeine glatte Anglisierung oder dergleichen.

Vor allem basiert die Zeit des Helden Cornelius Leuvenhook auf einer Geschichtsvariante, in der es Hitler und die beiden Weltkriege nicht gegeben hat und das alte Europa ungebrochen weiter von vergangener Glorie träumen konnte. Atombomben, der Kalte Krieg - nicht in diesem Universum, soweit ich das erkennen konnte. Dadurch wirkt die Zeit des 3. Jahrtausends seltsam antiquiert (oder besser: konserviert), und ich komme mir vor wie ein Kind, das an einem Sonntagmittag ins Wohnzimmer der Großeltern schleicht und in eine andere, stillere Zeit gerät.

Außer den Bildern von der Crew gibt es nur wenig Buntes - keinerlei grafischer Schnickschnack, kein aufgemotztes Design, nur spärlich eingesetzte Mittel, wie zB das zählende Raumschiff auf der Startseite. (Nüchterner Einschub: das macht die Seite dann auch für wirklich jeden Browser lesbar).

Die Geschichten kenne ich schon, weil ich sie ja fürs WB-Buch bekommen habe. Sie sind bewußt "klein" gehalten - Cornelius Leuvenhook ist Hilfsfunker auf einem Kurierschiff, nicht Perry Rhodan oder sonst irgendein gewaltiger, maskuliner Retter des Universums. Dadurch wird der Blickwinkel eingeengt auf die kleinen, banalen und skurrilen Ereignisse des täglichen Lebens. Hier gibt es keine Raumschlachten, keine Explosionen und bisher auch keine Aliens, die sich von innen her durch die Gedärme der Leute fressen. Und wenn es sie doch gäbe, dann käme da eben ein Poststempel drauf, und die RSS Dragon würde sie dort abliefern, wo sie hingehören.

Die Entstehungsgeschichte dieses Systems ist spannend - ich würde nur gerne mehr Geschichten sehen! Und ich habe meine Schwierigkeiten mit dem Newsprec, weil ich kein Fan des Aküfi bin. Aber durch diesen Universum fliege ich gern noch ein bißchen weiter.

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Martin "vi" (Aerthei) schrieb am 9.2.:

Hallo zusammen :-)

Um gleich mal einen NewSprec-Ausdruck zu erfinden: wunschoen ;-)

Eine Science Fiction-Welt, die den Eindruck von Stimmigkeit hinterlässt.

Endlich mal keine Ingenieure, die den Ausdruck "single point of failure" nicht kennen und dennoch Imperiale Todessterne bauen. Endlich mal keine Teenager, die beim Wort "Sex" an das Elementarteilchen des Tages denken und trotzdem das Raumschiff vom Onkel Captain steuern dürfen.

Weise Beschränkung. Die fatale Frage "Wie funktioniert das?" wird einfach überhört. Kein Technobubble, um den Verstoß gegen das Energieerhaltungsgesetz zu kaschieren. Die Raumschiffe, die Orstas und die Ristas tun einfach, was sie tun. Und da sie -- innerhalb des übergreifenden wissenschaftlichen Rahmens, der durch das Genre "Science Fiction" nunmal gesetzt ist -- nicht gegen den Energieerhaltungssatz verstoßen können, werden sie es wohl ohne Verstoß tun.

Wie?

Ich kann mir CPO Leuvenhooks Gesicht richtig vorstellen. "Ich hab ein Jahr Ettikette und Hofzeremoniell studiert und bin Hilfsfunker und Verbindungsoffizier auf einem Kurierschiff. Woher soll ich wissen, welchen Kram die Tecs da irgendwo einbauen? Ich hoffe, die Tecs wissen es wenigstens."  Und MCPO Rostovitchev wird dazu beifällig schnauben.

Da bleibt mir nur, Martens vom "Black Hole" eine Camel anzubieten und mich auf einen sehr feuchten Abend mit synthetischem Grappa vorzubereiten.

Ja, es passiert in all den Schilderungen nichts wirklich Wichtiges. Oder?

Es werden keine Welten, Galaxien oder gleich das ganze Universum gerettet.  

Allerdings ist es für Leuvenhook augenscheinlich wichtig -- als er mit KidsAndro 556 Kleiner Drache im Wartebereich der Mars-Orsta steht -- endlich sein Schiff zu Gesicht zu bekommen. Und Midshipman Mallah dürfte der Geburt ihrer Tochter sicherlich einige Bedeutung beimessen.

Kurz: Die Leute benehmen sich wie Leute. Sie schmieren blöde Parolen an Luftschleusen, verheimlichen peinliche Zwischenfälle, hoffen, glauben und träumen.

Ganz und gar kein "clean room"-Universum, wie Linda M.s Geschichte eindeutig unter Beweis stellt.

Die großen Dinge -- wie der Krieg mit der PRoMars -- gewittern ein bisschen am Horizont, auch wenn hier oder da der Blitz in die kleine Welt abseits des Nups und Protradec einschlägt.

Ein feines, kleines Universum, das die uralte, immer wahre Geschichte des Menschen und seiner Irrtümer erzählt.

Cum grano salis ...

Die Istory des Sonsyst hinterlässt bei mir eine ganze Menge Fragen, jedenfalls, was die Ursprünge angeht. Da wünschte ich mir einfach ein wenig mehr Hintergrund-Information, wie z.B. der Wiener Fürstenvertrag von 1913 möglich war -- die deutsch-englischen und deutsch-russischen Beziehungen war 1913 AFAIK äußerst strapaziert, vom Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und der Französischen Republik ganz zu schweigen. Allerdings habe ich mit befriedigtem Grinsen die Parallelen zum Wiener Kongress von 1815 zur Kenntnis genommen.

Die "großdeutsche" Hochzeit von 1886 ist einfach genial.  

Auf "kleindeutscher" Seite müsste es ja wohl Victoria Elisabeth Auguste Charlotte von Preußen (1860-1919), eine Schwester Wilhelm II., und auf österreichisch-ungarischer Seite Franz Ferdinand (1863-1914), ein Neffe Kaiser Franz Josephs, gewesen sein.

Sowas mag ich einfach ganz ungemein :-)

Nun ... ich hoffe also, dass Bettina irgendwann einmal gerade die Vorgeschichte und die Frühzeit des Terranischen Empires in größerem Detail darstellen wird.

Ansonsten: Das Sonsyst ist herlic.

cya :-)
Martin "vi"

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Snapshot schrieb am 10. und 12.2.:

Ein dezent technisch anmutendes (ich liebe diese beiden Blautöne der Links) und unauffäliges Design erwartet den Besucher des Sonsyst. Unermüdlich zieht das kleine Kurierschiff am oberen Bildrand seine Bahnen. Putzig und ein garantierter Erinnerungsfaktor. Nur: Muss das sein, dass es auch am Bildrand zu sehen ist, wenn ich runterscrolle? IMHO ist da ein wenig Platz verschenkt, der sonst den Texten zukommen würde, und ständig muss man es ja auch nicht sehen.

Die konservative Atmosphäre ("muffig" will ich nicht sagen; das klingt so böse ) ist bereits so gut beschrieben worden, dass ich es kaum besser kann. Das Flair europäischen Adels des vorigen Jahrhunderts will so gar nicht zum bunten, effektverspielten High Tech passen, der einem beim Begriff SciFi zunächst in den Sinn kommt.
Das ist anders, aber beileibe nicht schlecht. Und interessanterweise stört mich die geringe visuelle Darstellung überhaupt nicht, es fügt sich vielmehr ganz selbstverständlich ein..

Was mir historisch so auffiel: Was ist mit unseren uneingeschränkt solidarischen Freunden jenseits des Atlantik? Dass sie nicht Supermacht spielen können wie in der Realität, ist klar, aber entweder sind sie völlig irrelevant oder ich hab da was übersehen?
Und das Tempo, mit dem die ersten Schritte ins All getan wurden, ist enorm - da steckt nicht zufällig ein kleiner ideologischer Fingerzeig drin? ("Guckt mal, ohne Welt- und Kalte Kriege wärīs viel schneller vorwärts gegangen.")

Für die Geschichten fällt mir nur ein: Mit Liebe gemacht. Es entsteht so eine greifbare Stimmung fernab von Laserblitzen und Killeraliens, mehr Buchenholz und Feinripp als Edelstahl und Nylon. Und wo gibt es das schon, dass SF-Charaktere einfach ihr Leben leben dürfen, anstatt für das Wohl ganzer Galaxien zu sorgen?

***

Ich fand die Navi eigentlich recht angenehm, zumal man auch zu jeder "oberen Abzweigung" zurück kann und sie quasi jederzeit zur Hand ist. Die Ordnung ist sinnvoll.

Als Newsprec-Unbedarfter konnte ich natürlich teilweise nur erahnen, was sich jetzt genau hinter den Menüpunkten verbirgt... das empfand ich allerdings auch nicht als so nachteilhaft; hatte sowas Weihnachtskalenderartiges.  

(Nee, im Ernst, so ganz Kauderwelsch ist Newsprec ja nicht, da weiß man schon, in welche Richtung es geht. Nur halt nicht so genau.)

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Aeyolscaer (CaeLon) schrieb am 10.2.:

(möff, das Raumschiff fliegt bei mir nicht )

Uffa, das ist ne Welt
Das Sonsyst hat wirklich Flair, und das kommt auch auf der Seite rüber. Was ich besonders schön finde, ist, dass das Newsprec in den Texten auch verwendet wird, das macht alles viel hm... lebendiger irgendwie.
Texte wie der über den Schiffskörper der RSS Dragon lassen alles irgendwie hm... naja nicht "echter" erscheinen, aber eben so, dass man "schwupps" in die Welt eintauchen kann und die Dinge vor sich sieht und ein nachvollziehbares Hintergrundwissen bekommt.

Verzeih mir, dass ich nicht mehr schreibe, aber ich würde gegen mein Naturell verstoßen  

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Yerho (Chatarc) schrieb am 10.2.:

Yerho war froh, als sich die innere Tür der Personenschleuse vor ihm öffnete, und er endlich die zwei Nummern zu große luftdichte Pickelhaube und dafür fünf Nummern zu kleinen Raumanzug ablegen konnte.

Warum der Anzug mit Tressen besetzt war, konnte er auch nach Lektüre der Bordvorschriften nicht sagen, obwohl er sich im Laufe des Anfluges mit Sm 20 ausgiebig damit hatte beschäftigen können: Während des Lesens und des Nachschlagens der Abkürzungen war die Zeit wortgetreu wie im Fluge vergangen.

Nach Verlassen der Schleuse blickte er sich um, dann wieder auf den einfachen, aber übersichtlichen Bauplan der RSS DRAGON, dann wieder auf den Korridor. Wo ging es noch zu dem sanierten Waschräumlichkeiten? Nach Betrachten der Konterfeis in den Personalakten hatte er sich vorgenommen, sich dem allgemeinen Striegel anzupassen, um nicht unangenehm aufzufallen.

Oh ja, er kannte einige der Geschichten, die sich um die RSS DRAGON und ihre Besatzung rankten, und beabsichtigte nicht, sich in den Strudel gewollter Alltagstragikomödie ziehen zu lassen. Allerdings standen die Chancen eher schlecht, daß es ihm gelingen würde ...

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Jerron (Annor) schrieb am 12. und 21.2.:

Die Newsprec-Ausdrücke in der Navigation finde ich extrem stimmungsvoll und nicht sonderlich verwirrend.

Dann will ich auch mal ein büschen was meckern, wo Bettina so drauf besteht :
Warum sind die Bilder allesamt so grobkörnig? Die Gifs sind krisselig, die Portraits der Leute auch. Das finde ich irgendwie schade. Das sollte man doch irgendwie besser hinkriegen.

So, und inhaltlich sag ich demnächst auch noch was, wenn ich mal dazu komme, auf der Seite etwas mehr zu lesen

***

So... Kurz vor Toresschluß schreibe ich dann auch mal was über den Inhalt

Ich sehe knubbelige Raumschiffe vor mir, die mit wunderkerzensprühenden Raketen an Nylonfäden hängend durch ein schwarz angemalte Weltall fliegen.
Gesteuert wird das ganze selbstverständlich mit Bügeleisen, Duschköpfen und Salzsstreuern.

Wenn man der Seite eine grafischere Oberfläche geben wollte, wäre eine 60/70er-Jahre-Yellowsubmarine-Optik überaus angemessen. Und die Fotos müßten ein wenig so aussehen wie in den Zwischenanimationen von Monty Pythons.

Ich finde das ganze Grunkonzept überaus genial, wo das Bild einer hypermodernen Zukunftswelt völlig konterkariert wird und stattdessen eine gnadenlos altmodische Umgebung entsteht, wo Gentlemen noch mit Frack und Zylinder auf der Brücke eines Raumschiffes stehen und die Damen in weiten Abendgewändern sich mit Straußenfedern Luft zufächeln.

Faszinierend finde ich, daß man als Putzfrau... äh... Hiseq-Fachkraft... eine dreijährige Ausbildung mit Meisterprüfung braucht

Gerne würde ich mehr über den Gartenplaneten Erde erfahren und wissen, wie es dort zugeht.

Zu den Geschichten kann ich nicht viel sagen. Ich hab nur die im WB-Buch gelesen und ich muß sagen, daß ich persönlich damit nicht viel anfangen kann. Es passiert einfach nichts. Es ist durchaus nicht so, daß ich ein nur auf Action fixierter Leser wäre. Aber irgendwie scheint mir der Zugang zu dieser Art von Geschichten zu fehlen

Die Welt an sich ist jedoch faszinierend.

***

am 21. Februar 2003 um 22:56, schrieb CS Sir Harold Weasley:

Und soll das heißen, das 'ultimativ' sollte ich rausnehmen? Ich habe mich so daran gewöhnt...
Da steht mir wohl noch so einiges an Überarbeitung an. Vielleicht sollte ich es wirklich 'Abenteuer im Sonsyst' nennen - oder so...

Ultimative Abenteuer in Geschichten, wo nix passiert, is doch irgendwie ein Widerspruch in sich

*flücht*

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Yaghish (Daleth) schrieb am 13.2. und 25.2.:

"Rrrrrraaaumschiff!!! Angreifen!" *leertaste foltert*
Nein, nein, nein, nicht die Worte eines Schnapszahljaeger, sondern von einem der sehr begeistert "Space invaders are smoking grass" hoert spielt.
Herrrrrlisch wie das Raumschiff von links nach rechts fliegt, wie es sich gehoert bei Space Invaders. *zakzakzakkkk!* *150 Punkte scoren will*

Uhm. Ja. Raumschiff. Obwohl hier das Lied "Codo" besser hingehoert IMHO, hoere ich beim lesen eigentlich nur eingebildete ABBA-Lieder der 70er. Denn diese Welt dieses Sonsyst hat eine suesse, liebhabende Atmosphaere wo gut leben ist. Detailreich, jedoch nicht von Tecs ueberflutet. Und Design passt da auch ganz gut.

So wuenscht sich Mad Jack natuerlich einen FafueaP - das ist sooo klasse (die Idee schon - hab noch keine Zeit gehabt alle Geschichten zu lesen). Wie auch manche andere Idee. ZPT: warum gibt es sowas noch nicht richtig IRL *haben will*

Das Hiseq erinnert mich an den Szene aus irgendeiner Belgischen Show "Lava TV", wo "Captain Eddy Wally" (Eddy Wally) in seinem Raumschiff sitzt und dann kommt ein Kerl rueber (Kees van Kooten) der im Raumschiff Staubsauger verkaufen will. Eigentlich erinnert vieles vom Sonsyst mich an diese Szenen von LavaTV - eine etwas lockere, gemuetliche Atmosphaere, wo Abenteuer eigentlich nur im Hintergrund mitspielen.

Hm. Ich schweife ab. *versucht Raumschiff zu ueberhohlen*

Zitat:

Was mir historisch so auffiel

Da ist mir auch was aufgefallen: wie ist das mit kolonialpolitik auf Terra, und der dekolonialpolitik, und das im Bezug zu der kolonialpolitik im Sonsyst?
Nebenbemerkung: Was ist mit dem riesigen Reich der Niederlande passiert, das damals noch Suriname und Inselreich Indonesien beeinhaltete? Obwohl dann wieder ein Raumschiff einen hollaendischen Namen hat

StaKi auch Bettina soll mal "Red Dwarf" lesen. Sowas wie "The Cat" passt da gut rein. Kann ich leider nix zitieren, Gomeck hat mein Buch.

Zitat:

Ideen habe ich durch die Weltenbeschreibung wieder mehr als genug bekommen

Tatsaechlich? Ich meine: kommen die Ideen fuer Geschichten eher beim Weltenbeschreibungen schreiben, als Ideen fuer Weltenbeschreibungen waehrend des Geschichtenschreibens? * > Soll eigentlich eine Umfrage daraus machen, ist jedoch zu faul*

Was fuer mich fehlt sind eigentlich die Sonsyst Maerchen, wie diese hier:
Hypothetics. Nun ja, ich mag halt die Sachen am Ende der Realitaet

*In Nostalgie wegtraeum :: Space Invaders spielen geht*

[fortsetzung folgt]

PS: Navigation kein Problem. Bilder auch net.

***

*andere Zeitzone*
*streich auf Luna*
*mehr ausreden such*


Leuvenhook - es hat fuer mich immer etwas, als sei es ganz nah aber ungreifbar (wie auch Aerthei). Erst ist da der Name, den ich wohl immer falsch sehen werde (ich sehe nur Leeuwenhoek, Strassenname meiner Jugend).
Auch das Sonsyst ist so normal, jedoch so merkwuerdig. Ich kenne es aus zu vielen B-Filmen und Comics, und doch ist es ganz anders. Manchmal ist auch was von Man... or Astroman? dabei.

Ich vermisse irgendwie doch die Welten beschreibungen von Erde, Venus und Mars, und eventuell auch die anderen Welten im Sonsyst, oder um mal Man... or Astroman? zu zitieren:

"Uranus is a planet
We don't know much about
(...)
Uranus is a planet
And it begins with U"

Bei "Kolonie auf Venus" denke ich ja immer an "Torenhoog en Mijlenbreed" von Tonke Dragt... ein feindlicher Jungle.

Jedoch ist die Welt hier keine Welt, sondern das Sonsyst selber. Und davon erfaehrt man in den Geschichten recht viel, auch wenn "da nix passiert". Ich finde die Geschichten sehr schoen, weil da etwas richtig triviales beschrieben wird, mit gleichzeitigen Hinweisen auf die wichtigen Ereignisse, sowohl die Ereignisse im Sonsyst, als auch die jenseits der Geschichte. Gerade weil die wichtigste Sachen nicht genannt werden, ist das wirklich das antreiben der Phantasie, wie auch die echten Horrorschreiber wie Poe, De Maupassant und Gogol das gemacht haben.
(Dabei ist Linda M. ein wenig enttauschend, weil da alles erklaert wird, in den anderen Geschichten bleibt es vage - das unbekannte ist manchmal doch das was wir am meisten fuerchten.)

"Sherman is in the cellar" finde ich uebrigens kein Maerchen - es ist horror.

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pH (AD 2309) schrieb am 16.2.:

*in die RSS Dragon einsteig und lange herumstöber*

Nun denn, dann vielleicht auch einmal etwas Senf aus meiner Seite:

Zur Atmosphäre ist schon viel Positives gesagt worden, dem ich mich nur anschließen kann. Die Idee einer "etwas anderen" geschichtlichen Entwicklung der Erde gefällt mir gut, auch wenn ich als Leser natürlich gerne wissen möchte, an welcher Stelle nun genau die Abweichungen begannen. Vielleicht war Wilhelm II. eine andere Persönlichkeit, wurde vielleicht die Bismarcksche Politik erfolgreich weitergeführt (was erklären würde, warum Frankreich im Allgemeinen und aufs NewSprec im Besonderen keinen Einfluss hat)..? Das sind so die Gedanken, die mir durch den Kopf gehen.

Weil ich es bisher verpennt habe, mit dir im Detail über das Raumschiff zu sprechen, kommt das jetzt hier:
Mir ist aufgefallen, dass das Schiff zwar viele Räume besitzt, aber wenige Beschreibungen darüber, was sich dort drin befindet. Ein paar Infos wären vielleicht ganz gut, selbst wenn es nur einzelne Schlagworte (Messe, Maschinenraum, Frachtraum, usw.) sind.

Außerdem vermisse ich so etwas wie eine "volumenmäßige Würdigung" des Antriebs. Bei einem Raumschiff, dessen erster Bauzweck die Beförderung von A nach B ist, sollte zwecks Effizienzgründen des Schiffes die Antriebssysteme und Treibstoffkammern einen bemerkenswerten Teil ausmachen.

Als nächstes etwas, was mir beim Thema "Sysgraf" aufgefallen ist: Die Entfernungen zwischen den Planeten beziehen sich auf den Spezialfall, dass die Planeten auf ihren Bahnen "direkt nebeneinander" stehen, man nennt das Konjunktion (oder "Conju" in Newsprec ). Liegen die Planeten auf ihren Bahnen exakt gegenüber, was man Opposition (oder "Opos" in Newsprec ) bezeichnet,  ist die Entfernung viel größer, z.B. 43.000 Sm zwischen Venus und Merkur. Und außerdem ist dann auch noch die Sonne dazwischen.

Die Geschichten waren, soweit ich sie bislang gelesen habe, sehr hübsch. Und über das Ende der Geschichte "Instability" habe ich mich schlappgelacht... So herrlich, wie hier das in der SF nahezu mythische Szenario der ersten Kontaktaufnahme durch den Kakao gezogen wird, einfach göttlich.

Ein letzter Kommentar zur Navigation: Newsprec stört dort nicht, aber es wäre natürlich ein besonderes Schmankerl, wenn man die Navigationssprache zwischen Deutsch und Newsprec umschalten könnte.

*wieder in mein eigenes Kurierschiff steig und weiterschraub*

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Doro (Paigea) schrieb am 17.2.:

Lange Rede, kurzer Sinn: ich fühle mich sehr an Jules Verne erinnert. Kommt absolut gut!

 

***

Die schönen alten Fotos tragen sehr zu dem Jules-Verne-Flair bei. Hast du da deine Vorfahren verwurstet?

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The Dragon Emperor (Yoschanon) schrieb am 17. und 18.2.:

Zur eigentlichen Welt kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen   .
Nur zu der Navigation in Newsprec wage ich eine kleine Kritik anzubringen, ich kam das allererste mal auf die Seite und hatte erst mal keine Peilung was ist was (ja, es war spät, ich war schon recht müde und mein Denkvermögen gerade auf Urlaub), so daß ich nur durch Trial-and-Error zur Welt gelangte und mich erstmal geärgert hab. Dann hab ich mich in die Materie eingearbeitet und muß nun sagen, die Newsprec-Navi ist einfach stimmungsvoll und wenn man wach ist und denkend auch verständlich. Mein Vorschlag wäre es falls möglich die Menüpunkte in dieser Art darzustellen:
Newsprec/Deutsch
Sonsyst/Sonnensystem
Istory/Geschichte
etc.

***

Ich meinte nicht eine ganz neue Version der Seite erstellen sondern einfach noch hinter/unter den Newsprec-Menüpunkt die deutsche Variante runtersetzen, so würds ich machen als fauler Mensch der keine Ahnung von PHP und so was hat.

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KeyKeeper (Wykar) schrieb am 21.2.:

@jerron: ich kann es nur immer wieder betonen: lies die geschichte ueber linda m.
ich glaube, sie wird dir spass machen

***

am 21. Februar 2003 um 21:35, schrieb CS Sir Harold Weasley:

Gibts denn von Dir auch noch eine Kritik? *schnell duck und weglauf*

*GG*
ok, die erste kritik folgt auf den fusse:
der titel "das ultimative abenteuer im sonsyst" klingt einfach nur nach billiger spam, was schlicht und ergreifend an dem wort ulitmativ liegt, das durch ebengenannte massenmails für mich eine langweilige konnotation bekommt...

deine leuvenhook geschichten hab ich gelesen... es sind schön geschriebene szenen, was mich allerdings erstaunt hat, war, dass eben wirklich nix passiert. vielleicht solltest du eine warnung dazuschreiben "hier gibts keine action" oder so
falls ich die net übersehen hab und sie schon da steht *G*

das feeling der erde, das ich aus linda m. bekommen hat, hat mir gut gefallen, vor allem wegen den britischen adeligen, ich gebs ja zu *G*

hmm... ausserdem:
wellington sieht aus wie zwischen 14 und 16 - ist das absicht? *G*
und was bedeutet msm?

die flaggen find ich etwas komisch... trotzdem die monarchien des vorletzten jahrhunderts nicht abgeschafft wurden ist man von der klassischen heraldik weggekommen und verwendet derlei... komische bilder? *G*

*sürf und sich später nochmal meld*

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VoyaGeo (Conjunja) schrieb am 21.2.:

Hi,

ich quetsch mich nun noch rechtzeitig rein. Ich habe heute ein wenig im Sonsyst stöbern können, obwohl ich derzeit zeitlich etwas gebunden bin.

Deshalb weiß ich auch nicht, was andere geschrieben haben, weshalb Wiederholungen von vornherein entschuldigt sind.

Es war mein erster Besuch und was mir auffällt ist, das mir der Schreibstil sehr gut gefällt. Das mag daran liegen, dass die Welt aus einem Roman entsprungen ist, aber dieses positive Gefühl zog sich durch meine komplette Verweilzeit.

Was ich nicht verstehe ist, warum Leuvenhook wie Yerho aussieht.

Abgesehen davon ist die Welt, die ich immer noch nicht richtig einordnen kann sci-fi-lastig ohne dabei zuviel Wert auf Technik und vor allem auf Ausserirdische zu legen. Das wirkt sehr sympathisch und realer als viele anderen Zukunftsszenarien

Fazit: Ich glaube ich habe ein Kleinod entdeckt und werde wiederkehren.

P.S.:
All verkaufen sich hier sehr billig,
ausser Voya, der ist teuer !

(Scherz)

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Nörnchen (Norn) schrieb am 21.2.:

Den Klang der Worte "Verbindungsoffizier", "Leuvenhook" und "Sonsyt" fand ich nie besonders verlockend und begann zögerlich vor 2 Wochen, dieses "Sonsyst" nun mal doch gründlich zu bereisen.

Was soll ich sagen ? Ich war jetzt mehrmals da und jedesmal war die Rückkehr ins Sonsyt vertrauter und mehr herbeigewünscht.
Kurzum: Bettina - ich finde dieses ganze Setting und wie Du es verarbeitest total klasse!
Bravo! Man soll halt Wörter nicht immer nach dem persönlichen Klanggeschmack beurteilen.

Ansonsten wurde bereits alles gesagt und ich hoffe, Du übernimmst Jerrons verbesserte Grafik

Noch was: Der *töff-töff* Raumschiffcounter sollte immer bleiben

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Bis auf weiteres ist der gesamte Thread im Weltenbastler-Forum zu lesen.


© Bettina Lege 2006 / 2013, eMail schreiben,
© der Texte bei den jeweiligen Autoren 2003,
letzte Änderung am 27.04.2006.