22811 Die RSS Dragon auf
ihrem Weg durchs Sonsyst

Stereoskopie

Betrachtung der Stereobilder auf diesen Seiten

Das rechte und linke Bild unterscheiden sich bei Stereofotos leicht im Blickwinkel, da bei der Aufnahme die Sicht des rechten und des linken Auges simuliert wird. Wenn man gleichzeitig mit dem rechten Auge nur das rechte Bild und dem linken Auge nur das linke Bild anschaut, wird der räumliche Effekt deutlich. Um sicher zu stellen, daß jedes Auge nur ein Bild wahrnimmt, gibt es verschiedene Möglichkeiten: zum einen die Anordnung beider Bilder nebeneinander und die Verwendung eines Stereoskopes, das durch eingebaute Linsen für einen gewissen Tunnelblick sorgt, damit jedes Auge nur ein Bild wahrnimmt, zum anderen das Einfärben und Übereinanderlegen der beiden Bilder und die Verwendung einer Anaglyphenbrille bei der Betrachtung, durch deren eingefärbte Gläser beim rechten Auge das linke Bild und beim linken Auge das rechte Bild herausgefiltert wird. Im Kino kommt heutzutage die Polarisationstechnik zum Einsatz, auch hierbei liegen die Bilder übereinander, die Polarisationsfilter in den Brillen sorgen dafür, daß die Bilder mit beiden Augen getrennt voneinander wahrgenommen werden. Bei den vorgenannten Methoden reichen zur Betrachtung der Bilder auch Pappbrillen mit entsprechenden Folien.
3-D-fähige Fernseher und Bildschirme bedienen sich mit der Shuttertechnik einer Methode, bei der sich die Bilder rasch abwechseln. Die zur Betrachtung geeignete Shutterbrille wird mit dem Bildschirm synchronisiert und erlaubt so im richtigen Takt dem rechten, bzw. linken Auge, das dafür gedachte Bild zu sehen. Brillen dieser Art funktionieren nur elektronisch.
Zur Präsentation der stereoskopischen Bilder auf diesen Seiten verwendete ich früher das frei verfügbare, java-basierte Stereoscope Applet 2.2beta von Andreas Petersik, das man noch auf der seit 2002 leider nicht mehr gepflegten Webseite http://www.stereofoto.de/sapplet/ finden kann.
Stereoscope Applet Homepage

Der Vorteil des Applets bestand darin, daß der Betrachter zuhause an seinem Rechner entscheiden konnte, wie er das Stereobild betrachten möchte. In der Menüleiste des Applets konnte er unter 'Ansicht' nahezu alle Darstellungsformen (parallel, gekreut, Anaglyphen in rot/grün, rot/blau oder rot/cyan) frei wählen, je nach dem welche Betrachtungshilfe - Stereoskop oder Anaglyphenbrille - er zur Hand hatte.
Leider blockiert Java in der Standardeinstellung seit einiger Zeit die Ausführung des Applets, da es als Scherheitsrisiko interpretiert wird. Damit man nun wenigstens eine Chance auf die Betrachtung der Stereobilder hat, die auf diesen Seiten bei der Darstellung des Graviters, der MerkurOrsta und der Weltenbastlertasse Verwendung finden, habe ich zu einer Notlösung gegriffen: Ich binde nun 'klassische' Stereofotos in paralleler Anordnung ein.
Um die beiden Bilder getrennt zu sehen, kann man als einfaches Hilfsmittel die Handkante oder ein Blatt Papier senkrecht zwischen die Augen halten. Der Abstand zum Bildschirm darf darüber hinaus nicht zu groß sein. Die Fokussierung der Augen - wirklich ganz parallel zu schauen - ist dabei die Herausforderung. Einfacher ist die Betrachtung mit einem Stereoskop, da die dort enthaltenen Kunststoff- oder Glaslinsen die Fokussierung erleichtern.

Menschen, die schon zu dieser Webseite beigetragen haben, können gegen einen frankierten Rückumschlag auch ein Loreo-Pappstereoskop von mir erhalten. Meine Adresse steht im Impressum.


© Bettina Lege 2006 / 2017, eMail schreiben,
letzte Änderung am 16.01.2017.