Historie

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Alte Geschichte(n)

 

Wissenschaft

Irgendwie bin ich im Kern schon immer Historikerin gewesen. Meine wissenschaftliche 'Karriere' habe ich allerdings mit dem Versuch begonnen, Alchemie zu studieren.
Ich schrieb mich nach dem Abitur an meiner Heimatort-Uni (der heutigen Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, deren selbst gegebener Name damals politisch allerdings noch auf großen Widerstand stieß und auf offiziellen Dokumenten wie dem Studienbuch Universität Oldenburg hieß) also für Chemie ein.
Wie jeder Chemiker weiß ist Chemie nicht Alchemie, fündig wurde ich daher erst bei einer Vorlesung zur Geschichte der Chemie, die ich allerdings dann schon nicht mehr in Oldenburg, sondern an der Technischen Universität Berlin hörte, und da war ich auch schon nicht mehr Studentin der Chemie, sondern der Geschichte und Kunstgeschichte. So kann sich das ändern.

Tatsächlich gezündet hat bei mir dann die Alte Geschichte, die in der Hauptsache den europäischen Teil des Mittelmeerraums in schriftlicher Zeit - also ganz grob von 600 v.u.Z. bis 500 u.Z. - behandet. Der Versuch einer Doktorarbeit verlief allerdings nach einiger Zeit im Sande und aktuell denke ich nicht, daß eine Promotion irgend einen sinnvoller Beitrag zu meinen Leben liefert - zumindest nicht meine eigene; meinen Kindern stehe ich da nicht im Weg.
Und da sind wir schon beim Stichwort, warum da ein gewisser Hiatus in meinen wissenschaftlichen Bestrebungen festzustellen ist.

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Beim Abschluß meines Geschichtsstudiums in Berlin war ich ungebunden und nahm tatsächlich die Dissertation in Angriff. Doch ich wohnte nicht mehr in Berlin, und schrieb mich, um nicht den Draht zur Wissenschaft zu verlieren, an der nun tatsächlich offiziell so bezeichneten Carl-von-Ossietzky-Universität ein - allerdings nicht für Geschichte, denn dieses Fach hatte ich ja bereits abgeschlossen.
Ich lernte während meines Dritt-Studiums viele symphatische Leute kennen, deren vielfältige Interessen sich mit meinen deckten. Und als ich dann im Wintersemester 1999/2000 als Tutor die Möglichkeit hatte, meine pädagogischen Fähigkeiten zu kultivieren und Studienanfängern zu helfen, sich in 'Aussagen-Logik für Philosophen' hineinzufinden, beendete meine erste Schwangerschaft diese gerade aufkeimende akademische Karriere. Durch die zunehmende Einbindung im häuslichen Management sah ich mich sogar gezwungen, mich zum Sommer 2001 zu exmatrikulieren.

Mit einer im Laufe der Zeit auf drei Individuen angewachsenen Kinderschar und einem zeitweilig prosperierenden Spielwarenladen, fiel letztlich einiges 'hinten runter', um das ich zuvor mein Leben angeordnet, durch das ich mich bis dahin definiert hatte.

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Aber so ganz weg war der Spaß an der Wissenschaft im Allgemein - und an der Historie im Besonderen - doch nie, wie ich zuletzt bei der 2021 begonnenen, erneuten Transformation meiner Magisterarbeit zur hoffentlich nun dauerhafter Webtauglichkeit gemerkt habe. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Altgriechisch noch in meinem Schädel steckt. Es ist wohl nicht die Länge, sondern die Intensität, mit der man sich einer Fremdsprache widmet, die bleibende Spuren hinterlässt.
Als gewissermaßen wiedergeborene Althistorikerin klapperte ich daher im Sommer und Herbst 2021 auch auf jeder Unterseite meiner Webpräsenz für den digitalen Historikertag in München (Deutungskämpfe), der erste, den ich nach 25 Jahren Pause - mit großer Begeisterung - wieder besuchte; der zuvor letzte war 1996 auch in München gewesen (Geschichte als Argument), natürlich in Präsenz.
Das Werbebanner zum externer link#HisTag21 (neues Fenster öffnet sich) zeigte ich übrigens unentgeltlich und aus Überzeugung, falls da irgendwelche Fragen aufkommen sollten - und nur solange es aktuell war.

Natürlich gibt es auch einen (sporadischen) Blog dazu: Eine Mama und die Wissenschaft, seit 2003, in dem ich auch auf den Historikertag 2021 eingegangen bin.

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zuletzt geändert am 11.12.2021.