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Denken

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An einer Vielfalt der Interessen mangelt es mir nicht, nur mußten neben meinen inzwischen ehemaligen Hobbies auch meine wissenschaftlichen Interessen dem ewigen Zeitmangel weichen.
Im Wintersemester 1999/2000 hatte ich etwa während meines Zweit- (oder Dritt-) Studiums an der Carl-von-Ossietzky-Universität als Tutor die Möglichkeit, meine pädagogischen Fähigkeiten zu kultivieren und Studienanfängern zu helfen, sich in 'Aussagen-Logik für Philosophen' hineinzufinden. Meine erste Schwangerschaft beendete meine akademische Karriere dann jäh und durch die zunehmende Einbindung im häuslichen Management sah ich mich gezwungen, mich zum Sommer 2001 zu exmatrikulieren.

Angefangen habe ich meine wissenschaftliche 'Karriere' aber mit dem Versuch, Alchemie zu lernen, das heißt; ich habe mich nach dem Abitur für Chemie an meiner Heimatort-Uni eingeschrieben (eben der oben schon genannten Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, deren selbst gegebener Name damals politisch allerdings noch auf großen Widerstand stieß und auf offiziellen Dokumenten wie dem Studienbuch Universität Oldenburg hieß).
Wie jeder Chemiker weiß ist Chemie nicht Alchemie, fündig wurde ich daher erst bei einer Vorlesung zur Geschichte der Chemie, die ich allerdings dann schon nicht mehr in Oldenburg, sondern an der Technischen Universität Berlin hörte, und da war ich auch schon nicht mehr Studentin der Chemie, sondern der Geschichte und Kunstgeschichte. So kann sich das ändern.

Tatsächlich gezündet hat bei mir dann auch die Geschichte, und zwar die Alte Geschichte vor allem. Der Versuch einer Doktorarbeit verlief allerdings im Sande und aktuell denke ich nicht, daß aktuell eine Promotion irgend einen sinnvoller Beitrag zu meinen Leben liefert - zumindest nicht meine eigene, meinen Kindern stehe ich da nicht im Weg.
Und da sind wir schon beim Stichwort, warum da ein gewisser Hiatus in meinen wissenschaftlichen Bestrebungen festzustellen ist. Mit im Laufe der Zeit drei Kindern und einem zeitweilig prosperierenden Spielwarenladen fiel doch einiges 'hinten runter', um das ich zuvor mein Leben angeordnet, durch das ich mich bis dahin definiert hatte.

Aber so ganz weg war es doch nie, wie ich bei der 2021 begonnenen, erneuten Transformation meiner Magisterarbeit zur hoffentlich nun dauerhaften Webgängigkeit gemerkt habe. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Altgriechisch noch in meinem Schädel steckt. Es ist wohl nicht die Länge, sondern die Intensität, mit der man sich einer Fremdsprache widtmet, die bleibende Spuren hinterlässt.
Als gewissermaßen wiedergeborene Althistorikerin klapperte ich daher im Sommer und Herbst 2021 auch auf jeder Unterseite meiner Webpräsenz für den digitalen Historikertag in München (Deutungskämpfe), der erste, den ich nach 25 Jahren Pause wieder besuche - der damals war auch in München (Geschichte als Argument, natürlich in Präsenz.
Dieses Werbebanner zum externer link#HisTag21 (neues Fenster öffnet sich) zeigte ich übrigens unentgeltlich und aus Überzeugung, falls da irgendwelche Fragen aufkommen sollten - und nur solange es aktuell war.

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© Karl-Werner Lege: Hintergrundgrafik (2004),
© Bettina Lege (Kontakt) 2004 / 2021,
zuletzt geändert am 10.09.2021.